Ortsteil Mansbach

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Mansbach

Die Geschichte von Mansbach (Mannesbach) im Überblick

Mansbach (ca. 1150 Einwohner, 1242 ha, 330-360m über N.N) unmittelbar direkt an der Hessisch-Thüringischen Grenze liegend, gehört zum Biosphärenreservat Rhön und geografisch zur Kuppenrhön. Es liegt im Quellgebiet des gleichnamigen, zur Ulster fließenden Baches und am Fuße des höchsten Berges im "Hessischen Kegelspiel" dem Soisberg (630m) im Westen, der Grasburg (478m) im Norden, dem Ulsterberg (487m) im Osten und dem Buchenberg (396m) im Süden.

Die Ringwallanlage auf der Grasburg aus dem 8. Jahrhundert, 19 Bronzezeitliche Hügelgräber aus der vorchristlichen Eisenzeit (1. Jh. vor Chr.), 2 Steinzeitgeräte aus der Jungsteinzeit (5000-1800 Jhd. vor Chr.) und die durch den Ort führende Antsanvia lassen ein hohes Alter der Siedlung vermuten. Der Ort erscheint erstmals in einer Urkunde des Jahres 1238 (Kloster Kreuzberg, heute Philippsthal), in der Marcquard und Ruger de Mannesbach als Zeugen auftreten ("Mannesbach" = Siedlung am Bach des Manno oder von Almende, Almans = Weideplatz). Die Herren von Mansbach besaßen das Dorf als Fuldaer, zeitweise auch als Hersfelder Lehen, waren aber unabhängig. 1280 wurde ihre Burg im Zuge der Maßnahmen gegen das Raubritterunwesen vom Fuldaer Fürstabt zerstört. Das Geschlecht stellte auch einen Hersfelder Abt (Ludwig von Mansbach 1324-43) und verwaltete vom 15. bis 17. Jahrhundert das Amt des fuldischen Marschalls. 1364 hatten die Ritter von Mansbach die Gerichtsbarkeit erhalten. Heinrich und Herrmann von Mansbach hatten den Abt von Fulda in mehreren Feldzügen unterstützt. Da bei der Abrechnung der Abt 260 Pfund Heller nicht begleichen konnte, verkaufte er ihnen das Gericht unter Vorbehalt des Rückkaufsrechtes. Zum Gericht gehörten die Dörfer Oberbreitzbach, Glaam, Wenigentaft (Teil) sowie die Höfe Grasgrube, Grisselborn, Schwarzengrund und Buchenmühle. Die Herrschaft Mansbach zählte zur Reichsritterschaft, Fulda beanspruchte aber die Landeshoheit. Bis 1806, als das Gebiet kurhessisch wurde, waren der Adel von Mansbach Gerichtsherren.

1569 führten Streitigkeiten in der Familie um das Erbe zwischen Wilhelm und Karl zur Teilung, die der Abt zu Fulda vornahm. Es entstand jetzt Ober- und Untermansbach. Karl erbaute das "Sonnenuhrgebäude" im Oberhof; Wilhelm erbaute 1577-78 das heutige Schloss "Geyso" mit dem Kavalierhaus; letzteres wurde 1964 abgebrochen. 1606 erfolgte die Wiedervereinigung der Besitzungen. Seit 1652 waren auch die von Geyso in Mansbach ansässig. Generalleutnant Johann von Geyso kaufte 1652 einen Teil des Grundbesitzes der "Herren von Mansbach" und ließ sich in Mansbach nieder. Mansbach kam 1806 an Kurhessen und 1810 an das Königreich Westfalen. Die Rittergutsbezirke wurden aufgelöst und Mansbach gelangte an Preußen, das es im gleichen Jahr wieder an Kurhessen weitergab. Bei der Bildung des Kreises Hünfeld im Jahre 1821 wurde es dem Justizamt Eiterfeld zugeordnet. 1895 verkaufte der letzte Geyso "Moritz von Geyso" unter der Grasburg "Sperlingslust" (37,5 ha Land) an den Franzosen Le Maire. Er erbaute Wirtschaftsgebäude und das Schlösschen (im 3. Jahr bankrott), heute Rentengut, auf Rentenbasis. 1895 musste Karl von Mansbach seine Besitzungen an Moritz von Geyso verkaufen. 1898/99 verkaufte dieser aus Geldmangel alle Besitzungen an den Kommerzienrat Wenzel aus Mägdesprung.

Dieser parzellierte den Besitz. Ulsterwiesen-Pferdsdorf und Wenigentaft, Wald von der Bahnlinie Wenigentaft bis zur Hersfelder Kreislinie an Adolph Huperts; Rest an Bennigsen und dann, 1918, an den Union-Klub Berlin. Das nach modernsten Erkenntnissen und mit großzügigen Finanzmitteln (Millionen wurden investiert) angelegte Pensionsgestüt brachte dem Ort weltweite Anerkennung. Für Ruhm sorgte nicht nur die pferdegerechte Ausstattung, sondern auch klangvolle Pferdenamen. Hier stand unter anderem der legendäre Hengst "Landgraf" mit seinem in Mansbach geborenen Sohn "Ferro", der als der Begründer einer der erfolgreichsten Vollblutlinien Deutschlands in die Pferdegeschichte einging. Das Vollblutgestüt in Mansbach wurde 1933 - von der Wehrmacht übernommen - zum Remonteamt. Zweimal im Jahr beurteilte die Kavallerie-Inspektion die bis zu 800 Pferde und wies sie ihrem jeweiligen Kriegseinsatz zu. Nach einer spektakulären Flucht der Remonteamtswärter mit den Pferden gen Osten wurde das Remonteamt 1945 von den Amerikanern eingenommen. Bald trafen Pferdetrecks ein, unter anderem edle Lipizzaner aus dem Gestüt Hostau, bevor sie zum Teil in die Spanische Hofreitschule in Wien überführt wurden. Nach dem Krieg folgte die Gründung eines Fohlenaufzuchthofes in der Tradition des Berliner Union-Gestüts sowie der Gründung der innovativen "Kurhessischen Fachschule für Pferdezucht und -haltung". Der Pferdehof "ArhönA" und zahlreiche private Pferdebesitzer führen heute die Pferdetradition in Mansbach fort.

Der Hauptgestütsrundweg "HIPPOVIA" führt seit Sommer 2009 entlang der zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Mansbacher Gestütsgeschichte. Im Buch: "Galoppieren gegen den Wind" von Anja Daume und dem Fremdenverkehrsverein Mansbach-Soislieden e.V. ISBN 97838339105276 ist die Gestütsgeschichte von Mansbach dokumentiert. 1950 wird der Hess. Staat Besitzer des ehemaligen Remonteamtes und teilte das Land unter den Flüchtlings-, Kleinbauern und Gestütswärtern auf. Die Schlösser, die Grasgrube (4 Gebäude) und die Waldungen wurden von der Bundesrepublik Deutschland (Bundesliegenschaft) übernommen. 1951 entstand auf dem Lehnchen die -Funkstation-, die die Flugsicherung zwischen Frankfurt nach Berlin, bis 1990, gewährleistete. Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform von Hessen entstand 1968/69 die Großgemeinde Mansbach mit den Ortsteilen Oberbreitzbach und Soislieden. Da aber die Gemeinde noch nicht groß genug war, kam 1971 Mansbach vom Kreis Hünfeld zum Kreis Hersfeld-Rotenburg und bildete mit anderen Gemeinden die Großgemeinde "Hohenroda" mit dem Verwaltungssitz in Oberbreitzbach.

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